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Thunfisch für Konserven nicht vom Aussterben bedroht
Seit einiger Zeit gibt es viele Berichte seitens der Medien sowie diverser Umweltschutzorganisationen zum Thema Überfischung von Thunfisch. Bei den meisten Berichterstattungen geht es fast ausschließlich um die Situation der Bestände einer einzigen Thunfisch-Art, nämlich des Roten Thunfischs aus dem Mittelmeer. Dennoch sprechen Medien und Umweltschutzorganisationen in ihren Artikeln meistens als Aufhänger ganz global von Überfischung oder warnen gar vor dem Verzehr von Thunfisch.
Wir halten es im Sinne einer objektiven Verbraucheraufklärung für unerlässlich, bei solchen Darstellungen differenziert auf die Lage der verschiedenen Thunfisch-Arten einzugehen. Es ist dabei festzuhalten, dass der Rote Thunfisch, der international "Bluefin" genannt wird, hauptsächlich für den japanischen Markt gefangen bzw. in Aquakultur gemästet wird. Dieser Thunfisch ist bekanntermaßen leider schon seit langem bedroht und steht deshalb zu Recht auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten.
Für Konservenprodukte wird diese Thunfisch-Art jedoch nicht verwendet – dies verbietet sich schon alleine aus dem Grund, dass sie vom Aussterben bedroht ist.
Vielmehr ist es so, dass die für Deutschland wichtigen Thunfischarten im Konservenhandel zum einen der Yellowfin (Gelbflossenthun) ist, sowie der Skipjack mit dem mengenmäßig größten Anteil an den verkauften Thunfischkonserven. Die Rohware, die als Konserve verkauft wird, kommt fast ausschließlich aus Produktionen, die in asiatischen Ländern aus den Fanggebieten Pazifik und Indischer Ozean hergestellt werden.
Es gilt ferner darauf hinzuweisen, dass die Einfuhr der Thunfischkonserven in großem Umfang über Importhäuser erfolgt, die im Waren-Verein der Hamburger Börse e.V. organisiert sind und darauf achten, dass legal gefangener Fisch verarbeitet wird und die Rückverfolgbarkeit gewährleistet ist.
Der Waren-Verein arbeitet seit 1994 eng mit dem Earth Island Institute in San Francisco und der Gesellschaft zur Rettung der Delphine in München zusammen. In diesem Zeitraum ist es dem Waren-Verein erfolgreich gelungen, ein Monitoring-System aufzubauen hinsichtlich schonender Fangmethoden und der Rückverfolgbarkeit der verarbeiteten Rohware. Ausführliche Informationen zu einzelnen Thunfisch-Spezien und deren Bestandslage finden Sie bei der Gesellschaft zur Rettung der Delphine unter folgendem Link: http://www.delphinschutz.org/projekte/tunfisch/tunafishing.htm. Darüber hinaus stehen beide Organisationen gerne für weitere Rückfragen zur Verfügung.
Die Mitglieder des Waren-Vereins setzen sich selbstverständlich mit der Thematik eines Nachhaltigen Fischfangs auseinander. Es gab diesbezüglich auch schon Gespräche mit den beiden deutschen Umweltschutzorganisationen Greenpeace und WWF über dieses umfangreiche und komplexe Thema, bei dem insbesondere auch internationale Abkommen und Überwachungsorganisationen zum Tragen kommen. Über eine Kooperation mit diesen Organisationen sowie mit Vertretern aus der Politik versucht der Waren-Verein, seinen Anteil für einen Bestandsschutz zu leisten, und den Verbrauchern den Genuss eines äußerst gesunden Nahrungsmittels zu erhalten.
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