| |
Warenkunde: Thunfisch
Die große Familie der Thunfische ist in fast allen Meeren zu finden. Die Thune sind Weltenbummler und durchziehen meist in Schwärmen die gemäßigten und tropischen Zonen der Ozeane.
Die am häufigsten vorkommenden Arten sind der echte Bonito, auch Skipjack genannt, gefolgt vom Gelbflossenthunfisch. Ein wenig seltener ist der weiße Thunfisch, der für seine helle Farbe bekannt ist.
Da Thunfisch sowohl im Aussehen als auch geschmacklich nicht besonders "fischig" ist, erfreut er sich weltweiter Beliebtheit. Das helle bis rötliche, feste Fischfleisch wird häufig mit Kalbsfleisch oder Geflügel verglichen. Deshalb wird der weiße Thunfisch in Amerika auch "chicken of the sea" genannt.
Bei Thunfischkonserven unterscheidet man hauptsächlich "Thunfisch in Öl", "Thunfisch in eigenem Saft und Aufguß" und "Thunfisch mit Gemüsebeilage".
Obwohl die Thune mit zu den fetteren Fischarten zählen, gibt es keinen Grund für Vorbehalte, da im Verhältnis zu anderen Lebensmitteln der Fettgehalt mit nur ca. 14 % bei einem gleichzeitigen Eiweißanteil von ca. 23 % relativ niedrig liegt. Zudem enthält Thunfisch reichlich gesunde Omega-Fettsäuren, die bekanntlich sehr gut für unseren Blutfettspiegel sind.
Thunfische werden - wie bereits ausgeführt - in aller Welt gefangen. Die Hauptlieferländer liegen in Südostasien, im mittleren Afrika und in Mittelamerika, aber auch einige Mittelmeeranrainer haben eine beachtliche Thunfischindustrie.
Dank intensiver Bemühungen der Umweltschutzorganisation "Earth Island Institute" und der "Gesellschaft zur Rettung der Delphine" (unterstützt durch den Waren-Verein der Hamburger Börse) werden nach Deutschland fast nur noch delphinfreundlich gefangene Thunfische geliefert.
Geschichtliches
Um den Thunfisch ranken sich verschiedene Mythen und Sagen. Das liegt sicherlich daran, daß das Leben der Thunfische selbst bis heute noch nicht sehr gut erforscht ist. Die ungeheure Kraft der Thunfische, die das Fangen früher zu einem gefährlichen Abenteuer werden ließ, hat ebenfalls zur Legendenbildung beigetragen. Im alten Griechenland wurde der Thunfisch zum Mythos. Der bekannte Dreizack des griechischen Meeresgottes Poseidon soll ursprünglich ein Thunfischfanggerät gewesen sein. Auch die Römer betrieben bereits an den Küsten des nördlichen Mittelmeers regelmäßig Thunfischfang.
Nährwertangaben
kcal: 147 (kJ: 620) Eiweiß: ca. 23 g Fett: ca. 8 g Summe der ungesättigten Fettsäuren: ca. 1,39 mg
Mineralstoffe: Natrium 43 mg Kalium 386 mg Calcium 40 mg Spurenelemente: Jod 50 µg Fluor 280 µg Magnesium 50 mg Vitamine: Vitamin A 26 µg Vitamin B6 0,38 mg Vitamin B12 4 µg Niacin 12,8 mg Vitamin D 7,2 µg
|
|